Ich trug dich immer noch bei mir
    Als ich gestern Abend den Bahnhof verließ
    Es war als wärst du direkt neben mir
    Noch immer hier / In mir
    Dank Gott erstach der Fernsehturm den Blick
    Auf Fahrräder und Baugerüste
    Doch inmitten aller Geister dieser Stadt
    Bliebst du bei mir – wie ein Ohrwurm
    Stiller Lieder – du wirst nie verstummen.

    Mir
    Bleibt nur der Fernsehturm.

    In Fahrstühlen steigt die Luft auf drei
    Ich konnte nichts sehen
    Kein Blick war frei
    Wie so oft stand eine Tür vor mir
    Blieb zu sekundenlang
    Dieses Gewarte – und man weiß nicht worauf
    Ich höre zwei Töne aus Versehen:
    Auch wenn es schief ginge und wir fliehen
    Dir bleibt dein ganzes Leben.

    Mir
    Bleibt nur Berlin.

    Der Geruch von Schutz und Schmutz
    Bekleckert deinen kaputten Zaun
    Ich will nicht
    Dass du mich wegschleichen siehst
    Höre deinen Atem Burgen bauen
    Ich kann mir selbst so wenig trauen
    Wenn der Wind jetzt etwas stärker weht
    Du dich versteckst vor meinem Sturm
    Am Ende des Tages bleibt dir dein ganzes Leben.

    Mir
    Bleibt nur der Fernsehturm.

    Wir scheuen Ketten und flehen
    Lieb‘ sie!
    Gefühle sind doch nur Konzepte
    Lieb‘ sie einfach nicht!
    In zu weichen Betten kann man nichts gestehen
    Und nachts um kurz nach hell
    Wir sind emporgestiegen
    Eingeweicht: Und wie deine Vögel mich anschrien!

    Am Ende des Tages blieb dir alles und sie.

    Mir
    Blieb nur Berlin.

    Ein wehrloser Schütze schlug Wellen
    Erwischte mich in meiner Angst mit einem Schlag
    Seine Worte waren wie Berlins Baustellen
    Und wie ich es wagte nicht zu sagen:
    „Lass uns bitte wieder schlafen gehen.
    Ich will uns zudecken, unsere Gedanken verstehen
    Und draußen der kostbare Wirbelsturm!“
    Dir bleibt dein ganzes Leben
    Mein Liebster:

    Mir
    Bleibt nur der Fernsehturm.