Es war einmal ein schlauer Käfer
    Der saß auf einem Baum
    Da wollt‘ er eigentlich gar nicht hin
    Er wollt‘ auf Nachbars Zaun.

    Der Wind hatt‘ ihn schneller gemacht
    Als er normalerweise flog
    Drum war er ins Geäst gekracht und
    Beobachtete die Vögel am Trog.

    Was sollt‘ er tun?
    Wo sollt‘ er hin?
    Er bräuchte den Wind
    Doch der war dahin.

    Mit einem Flug war’s nicht getan!
    So würd‘ er Nachbars Zaun nicht schaffen.
    Er bräuchte einen flinken Vogel oder Affen
    Doch der neben ihm war viel zu lahm.

    Ganz ohne Affe, Vogel, Wind
    Sind lange Strecken mühsam.
    Schon kurz vor’m Aufgeben war der Käfer
    Doch da! Da kam ein Kind.

    Vom Baum zum Kopf
    Vom Kopf zum Trog
    Ein tiefer Atemzug und schon er flog
    Zum Zaun des Nachbars munter los!

    Ein jeder braucht Vertrauen für sein Ziel
    Ganz oft verfliegt man sich,
    Oder schießt gar über’s Tor hinaus
    Manch einer tut und denkt noch viel zu viel.

    Nur mit Ruhe und wachen Augen
    Bedachte der Käfer seine Lage
    Und konnte so mit Selbstvertrauen
    Die Lösung finden für seine Frage.

    War’s zwischendrin auch noch so schwer
    Das ganze Warten und auch Bangen
    Nur mit Vertrauen lässt sich auf Zeit bauen
    Und so ganz sicher jedes Ziel erlangen.