Das Schwarz in dir
    Es spielt in deinen Augen Fangen
    Kein Versteck verbirgt dich mir
    Der ganze Qualm um deinen See
    Der Dunst
    Der auf dem seichten Wasser
    Seine Pläne spinnt
    Jeder hat eine böse Seite
    Zeig sie mir.

    Verzeihst du mir
    Den Hinterhalt
    So ganz aus dem Nichts
    Ich höre noch
    Wie es schallt
    In deinen Wald hinein
    Jagt das Reh den Jäger
    Oder rennst du davon
    Bis es zärtlich ruft:
    Na, komm schon!

    Komm.

    Vergib mir die Hast
    Es blieb keine Zeit
    Ich war in Gedanken
    Schon viel zu weit
    Zu weit dir voraus
    Zu zweit mit mir und ihr
    Bei dir Zuhaus‘
    So ganz ohne dich
    Macht’s keinen Spaß
    Zum Glück
    Ich höre dich von Weitem rufen:

    Es ist aus.

    Im Fenster sehe ich ihre Gesichter
    Sie berichten von Glitzer und Gewitter
    Es kracht, mein Schatz
    Deine Idee ist in sich glatt geplatzt
    Schöner Mist
    Wie viel der Zeit
    Es dich gekostet hat
    Und mich entweiht
    Immerfort dein drehender Gedanke
    Ist es mein Wille?

    Es ist soweit.

    Verzeih die Einsicht
    Aus aller Ferne
    Ich bemüh‘ mich redlich
    Nicht an den Staub in der Luft
    Zu denken, ihn zu verbrennen
    Und zu verkennen
    Es interessiert mich nicht
    Wo wer in welchem Gedenken
    Und Reue aus Schall und Rauch
    Sich mir im Stillen anvertraut:

    Sag es laut, Hase.
    Sag es laut.

    Jeder hat eine böse Seite
    Einer vor der man selbst sich graut
    Die im Kämmerlein ganz hinten
    Zwischen Spinnenweben und tauben Finten
    Sich versteckt – in all dem Dreck
    Aus Lug und Trug
    Ihre unbedachten Kreisel zieht
    Und mit hohlem Lachen so tut
    Als hätte man sich verguckt
    Nur aus Versehen das
    Giftigste
    Gift
    Geschluckt.

    Wie dumm: Ich hab‘ deins ausgespuckt.
    Verzeih: Es hat sich ausgespukt.

    Das Schwarz in dir
    Ist nichts
    Als heiße
    Dünne
    Lang angehaltene
    Luft.