Statt alles aufzuschreiben
    Lenke ich mich ab
    Von mir mit dir
    Mit Musik über schwarze Katzen
    Rhythmus und dieses Kratzen
    Aus Kindertagen bin ich
    Lange rausgewachsen und nun
    Laufe, sitze, liege ich und
    Alles dreht sich schlagend um mich.

    Gestern wollte ich Ruhe leben
    Schön aufgeräumt und dann mich legen
    In Stille betten und mein Ich lieb pflegen
    Aufpolieren – Lassen ausprobieren – ohne Beben
    Die zwei, drei in meinem Kopf, mein Ideal – nach nichts mehr streben
    Nur an diesem Tag – wie blöd
    Der Eine riss mich raus aus meinem Innenleben.

    Heute will ich in Stille fortgehen
    Will nicht reisen
    Will nicht spielen
    Will bloß auf die quatschenden Worte zielen
    In Überperfektion und Schauspielerei
    Heute ist mir alles einerlei
    Nichts will ich sehen
    Nichts will ich hören
    Nur mein Ich darf mich heute betören
    Wagt es bloß nicht
    Mich heute zu stören.

    Tief tut es leid
    Heute ist nicht die Zeit
    Nicht eure
    Nur meine
    Ich trage keine Leine
    Mehr zum Packen und Ziehen
    Diese Kraft hat wahrlich keiner
    Verbringt doch die Zeit allein
    Ich werde entfliehen – um wieder ich zu sein.

    Morgen will ich mich tiefer spüren
    Den kalten Boden eines grandiosen Wachstums fühlen
    Die Unlust Die Beobachtung Die aufgestellte Übertreibung
    Ich werde nicht sein
    Nie wieder Reibung
    An den Tagen von Anderen
    An den Jahren von Affen
    Ich würde nur wieder auseinanderklaffen
    Das ist keiner wert
    Das ist nichts, was nährt
    Das ist Futter für Tiere
    Die ohne Eigenliebe
    Sich im Kreis drehen
    Sonst sterben oder
    Im Beweis zergehen
    Dass es schwer ist – allein – zu leben.

    Ich suche nur mich
    Und hab‘ mich gefunden
    Wie lange war ich nochmal verschwunden?
    Wie selig ich bin
    Wenn kein Mensch ohne Sinn
    Aus Mitleid und Angst um sich selbst
    Mich verdrescht, was stellst
    Du dich in deinen Weg, frage ich.
    Die Frage kommt und geht
    Nie ist es zu spät, sage ich,
    Mich zu halten und für mich
    Die Weichen zu schalten
    Die Harten gehen gar nicht
    In den Garten, die Harten
    Brechen an ihren eigenen Grenzen.
    Ich gehör‘ nicht mehr zu diesen Menschen.
    Ich gehör‘ mir. Ich bin noch ich.
    Ich bin kein Du, kein Wir, und mehr als Licht.
    Ich bin bloß eins.

    Ein Herz – meins! – für mich allein
    So muss es sein. Und doch –
    Es tut mir leid um eure Zeit.
    Ich kann euch verstehen
    Es ist wahrhaft schwer zu sehen
    Wonach sich meine Augen sehnen
    Mein ganzes falsches Flehen
    Will nur Stille und Sein erleben
    Keine Musik soll dröhnen
    Keine Hascherei aufstöhnen
    Mit Honig und Geknutsche verwöhnen
    Tief einatmen und befreit sein
    Klingt nett – aber nein!
    Ich pass‘ da nicht rein – BITTE
    ganz ohne, so muss es sein!